Filialnetz im Wandel: Immobilienstrategie für einen Einzelhändler

Ein überregional tätiger Einzelhändler mit Schwerpunkt auf Haushaltswaren und Lifestyle-Produkten stand vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Der Onlinehandel gewann an Bedeutung, während die Frequenz in einigen Innenstädten spürbar zurückging. Gleichzeitig entwickelten sich neue, gemischt genutzte Quartiere mit attraktiven Flächen für moderne Retail-Konzepte. Die Geschäftsführung erkannte, dass das bestehende Filialnetz nicht mehr optimal zu den veränderten Kundenströmen passte. In dieser Situation wurde eine umfassende Beratung im Bereich Unternehmensimmobilien beauftragt, um das gesamte Retail-Portfolio strategisch neu auszurichten.

Team Radner startete mit einer systematischen Analyse aller bestehenden Standorte. Für jede Filiale wurden Umsatz, Flächenproduktivität, Mietkosten, Restlaufzeit des Mietvertrags und lokale Wettbewerbsintensität erfasst. Zusätzlich flossen Daten zu Passantenfrequenzen, demografischer Entwicklung und Kaufkraft in die Bewertung ein. Auf dieser Basis entstand ein detailliertes Ranking der Filialen nach wirtschaftlicher und strategischer Relevanz. Schnell zeigte sich, dass einige langjährige Standorte zwar emotional bedeutsam, betriebswirtschaftlich jedoch kaum noch tragfähig waren.

Parallel zur quantitativen Analyse führte Team Radner Gespräche mit Regionalleitern und Filialverantwortlichen. Ziel war es, qualitative Faktoren wie Kundenbindung, lokale Kooperationen und Potenziale für Flächenoptimierungen zu erfassen. In manchen Städten boten sich Möglichkeiten, Flächen zu verkleinern oder mit ergänzenden Konzepten zu teilen. In anderen Fällen war klar, dass eine Verlagerung in ein moderneres Center oder ein neues Stadtquartier sinnvoller wäre. Diese Kombination aus Zahlenanalyse und Marktwissen vor Ort bildete die Grundlage für eine differenzierte Portfolio-Strategie.

Aus den gesammelten Informationen entwickelte Team Radner eine Kategorisierung der Standorte in vier Gruppen: zu halten und zu stärken, zu optimieren, zu verlagern und mittelfristig zu verlassen. Für jede Kategorie wurden konkrete Maßnahmenpakete definiert. In der Gruppe „halten und stärken“ standen Investitionen in Ladenbau, Sortimentsanpassung und digitale Services im Vordergrund. Bei den zu optimierenden Standorten lag der Fokus auf Flächenreduktion, Untermietlösungen oder Mietanpassungen. Die zu verlagernden Filialen wurden in Verbindung mit neuen Projektentwicklungen betrachtet, um bessere Lagen zu sichern.

Ein zentraler Baustein der umfassenden Beratung im Bereich Unternehmensimmobilien war die Entwicklung einer klaren Standortvision für die Marke. Gemeinsam mit Marketing und Vertrieb wurde definiert, welche Lageprofile künftig bevorzugt werden sollten. Kriterien wie Sichtbarkeit, Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Parkmöglichkeiten und Einbindung in Mixed-Use-Konzepte wurden gewichtet. Diese markenorientierte Standortstrategie half, zukünftige Entscheidungen konsistent zu treffen und das Filialnetz als Ganzes zu schärfen.

Im nächsten Schritt analysierte Team Radner die Mietverträge der bestehenden Filialen im Detail. Es wurden Verlängerungsoptionen, Sonderkündigungsrechte, Umsatzmietkomponenten und Nebenkostenregelungen geprüft. Ziel war es, Verhandlungsspielräume zu identifizieren und Risiken zu reduzieren. In einigen Fällen boten sich Chancen, Mietkonditionen an die veränderte Marktsituation anzupassen. In anderen Fällen wurde deutlich, dass ein geordneter Ausstieg zum Ende der Laufzeit die wirtschaftlich sinnvollste Lösung war.

Auf Basis der Portfolio-Strategie entwickelte Team Radner einen mehrjährigen Umsetzungsplan. Dieser Plan legte fest, in welchem Jahr welche Filialen angepasst, verlagert oder geschlossen werden sollten. Dabei wurden operative Aspekte wie Personalplanung, Warenlogistik und Marketingkampagnen berücksichtigt. Die Geschäftsführung erhielt eine Roadmap, die sowohl finanzielle Effekte als auch organisatorische Anforderungen transparent machte. So konnte das Unternehmen die Transformation des Filialnetzes schrittweise und kontrolliert gestalten.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor war die aktive Kommunikation mit Vermietern und Center-Betreibern. Team Radner bereitete für jede Verhandlungssituation individuelle Argumentationslinien vor. Bei wirtschaftlich schwachen Standorten wurde aufgezeigt, welche Risiken ein Auszug für das jeweilige Center mit sich bringen würde. Gleichzeitig wurden Szenarien entwickelt, wie eine Anpassung der Miete oder eine Umgestaltung der Fläche zu einer Win-win-Situation führen könnte. In vielen Fällen gelang es, durch diese partnerschaftliche Verhandlungsführung tragfähige Lösungen zu finden.

Parallel dazu sondierte Team Radner den Markt nach neuen, zukunftsfähigen Standorten. Besonders im Fokus standen Stadtquartiere mit hoher Aufenthaltsqualität, Mischnutzungen aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit sowie gute ÖPNV-Anbindung. Für potenzielle neue Filialen wurden detaillierte Standortprofile erstellt, die Frequenzdaten, Wettbewerbsumfeld und Entwicklungsperspektiven enthielten. Die besten Optionen wurden der Geschäftsführung in Form von Standortsteckbriefen mit klaren Chancen-Risiko-Abwägungen präsentiert.

Bei der Konzeption neuer Filialen spielte die Verzahnung von stationärem Handel und Onlinegeschäft eine zentrale Rolle. Team Radner arbeitete eng mit den Verantwortlichen für E-Commerce und IT zusammen, um Click-&-Collect-Zonen, Retourenpunkte und digitale Services in die Flächenplanung zu integrieren. Die Immobilienstrategie wurde so zu einem Hebel für die Omnichannel-Positionierung des Einzelhändlers. Neue Standorte wurden bewusst so gewählt, dass sie als regionale Hubs für Online-Bestellungen dienen konnten.

Im Verlauf des Projekts wurden erste Filialen gemäß der neuen Strategie angepasst. In einer mittelgroßen Stadt wurde eine zu große Innenstadtfläche verkleinert und der frei werdende Teil an ein Gastronomiekonzept untervermietet. Die verbleibende Verkaufsfläche wurde modernisiert und stärker auf Erlebnis und Beratung ausgerichtet. Die Umsätze pro Quadratmeter stiegen innerhalb eines Jahres deutlich, während die Mietbelastung sank. Solche konkreten Erfolge bestätigten die Wirksamkeit der umfassenden Beratung im Bereich Unternehmensimmobilien.

In einer anderen Stadt entschied sich der Einzelhändler, eine veraltete Randlage aufzugeben und in ein neu entstehendes Stadtquartier umzuziehen. Team Radner begleitete die Verhandlungen mit dem Projektentwickler, definierte Ausbauanforderungen und koordinierte die Mietvertragsgestaltung. Die neue Filiale profitierte von höherer Frequenz, moderner Architektur und einer besseren Einbindung in das städtische Umfeld. Bereits kurz nach der Eröffnung zeigte sich ein deutlich jüngeres Kundenprofil und eine stärkere Verweildauer im Laden.

Die wirtschaftlichen Effekte der Portfolio-Optimierung wurden laufend gemessen. Team Radner unterstützte das Controlling bei der Definition relevanter Kennzahlen wie Flächenproduktivität, Mietkostenquote und Beitragsspanne pro Standort. Auf dieser Basis konnten Entscheidungen über weitere Anpassungen datenbasiert getroffen werden. Gleichzeitig wurden Erfahrungswerte aus den ersten Umsetzungen genutzt, um die Strategie feinzujustieren und Best Practices zu identifizieren.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt war der Umgang mit Mitarbeitenden in betroffenen Filialen. Standortverlagerungen und Schließungen lösten verständlicherweise Unsicherheit aus. Team Radner unterstützte die Personalabteilung bei der Planung von Versetzungen, Qualifizierungsmaßnahmen und sozialverträglichen Lösungen. Wo möglich, wurden Mitarbeitende in neue oder modernisierte Filialen übernommen. Durch frühzeitige Information und transparente Perspektiven konnte die Motivation in der Belegschaft weitgehend erhalten werden.

Nach einigen Jahren zeigte sich das Ergebnis der umfassenden Transformation deutlich. Das Filialnetz war kleiner, aber deutlich profitabler und besser auf die Zielgruppen ausgerichtet. Die durchschnittliche Flächenproduktivität stieg spürbar, während die Gesamtmietkosten leicht sanken. Gleichzeitig erhöhte sich die Flexibilität des Unternehmens, da mehr Mietverträge mit Optionen und kürzeren Laufzeiten ausgestattet waren. Die Marke wurde in den relevanten Lagen sichtbarer und moderner wahrgenommen.

Strategisch betrachtet hatte sich der Einzelhändler von einem statischen Filialnetz hin zu einem dynamischen Portfolio entwickelt. Die umfassende Beratung im Bereich Unternehmensimmobilien durch Team Radner etablierte Prozesse, mit denen Standorte regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden können. Ein zentrales Immobilien-Controlling sorgt dafür, dass Entscheidungen nicht nur aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis belastbarer Daten getroffen werden. Gleichzeitig bleibt Raum für lokale Besonderheiten und unternehmerische Intuition.

Die Verbindung von Immobilienstrategie, Markenführung und Omnichannel-Ansatz erwies sich als entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Neue Filialen fungieren heute nicht nur als Verkaufsflächen, sondern auch als Servicepunkte, Showrooms und Treffpunkte für die Community. Die Immobilien werden damit zu aktiven Bausteinen der Kundenbeziehung und nicht mehr nur als Kostenfaktor betrachtet. Diese veränderte Perspektive ist ein direktes Ergebnis der ganzheitlichen Beratung.

Insgesamt zeigt dieses Projekt, wie ein Handelsunternehmen durch eine strukturierte, datenbasierte und zugleich markenorientierte Immobilienstrategie seine Position im Wettbewerb stärken kann. Die umfassende Beratung im Bereich Unternehmensimmobilien ermöglichte es, Risiken zu reduzieren, Chancen zu nutzen und das Filialnetz konsequent an den Bedürfnissen der Kundschaft auszurichten. Aus einem reaktiven Umgang mit Mietverträgen wurde ein proaktives Management eines strategisch wichtigen Vermögenswerts.

Damit wurde das Retail-Portfolio nicht nur wirtschaftlich optimiert, sondern auch zu einem Instrument, mit dem der Einzelhändler seine Transformation in eine moderne, vernetzte Handelsorganisation aktiv gestaltet. Die gewonnenen Erfahrungen fließen heute in alle zukünftigen Standortentscheidungen ein und bilden die Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

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