Warum ein Lebensmittelhersteller seine Produktpalette nach einer Effizienzanalyse neu ordnete

In einem mittelgroßen Unternehmen der Lebensmittelindustrie, spezialisiert auf gekühlte Convenience-Produkte, verschlechterte sich trotz wachsender Umsätze die Ertragslage. Die Geschäftsführung bemerkte steigende Produktionskosten, häufige Überstunden und zunehmende Abschriften durch Verderb, konnte diese Entwicklungen jedoch nicht präzise zuordnen. Vor diesem Hintergrund wurde Team Radner mit einer umfassenden Analyse der Rentabilität und operativen Effizienz beauftragt. Ziel war es, die tatsächliche Profitabilität der einzelnen Produkte und Vertriebskanäle zu verstehen und gleichzeitig operative Schwachstellen in der Produktion aufzudecken.

Zu Beginn der Zusammenarbeit stand eine detaillierte Aufnahme der Ist-Situation. Team Radner sichtete die letzten drei Jahre an Finanzdaten, Produktionsstatistiken und Vertriebsberichten. Schnell zeigte sich, dass die bisherige Kostenrechnung stark vereinfacht war und viele Gemeinkosten pauschal verteilt wurden. Dadurch entstand das Bild, dass nahezu alle Produkte ähnliche Margen erzielten, was sich später als trügerisch herausstellte. Die Analyse der Rentabilität und operativen Effizienz setzte genau an diesem Punkt an und zielte darauf ab, die tatsächlichen Kostenverursacher sichtbar zu machen.

Ein wesentlicher Schritt bestand in der Einführung einer prozessorientierten Kalkulation. Team Radner identifizierte alle relevanten Prozessschritte von der Rohwarenanlieferung über die Verarbeitung bis zur Auslieferung an den Handel. Für jeden Schritt wurden Zeitaufwände, Ausschussquoten, Energieverbrauch und Personaleinsatz erfasst. Diese Daten flossen in ein Modell ein, das die Kosten pro Charge und pro Verpackungseinheit präzise abbildete. Auf dieser Basis konnte die Rentabilität jeder einzelnen Artikelnummer neu bewertet werden.

Parallel dazu analysierte Team Radner die Absatzstruktur nach Vertriebskanälen. Das Unternehmen belieferte sowohl große Supermarktketten als auch regionale Händler und den eigenen Online-Shop. Die Analyse zeigte, dass bestimmte Handelsketten hohe Listungsgebühren und Werbekostenzuschüsse verlangten, die bisher nicht vollständig in die Kalkulation eingeflossen waren. Zudem verursachten Aktionen mit kurzfristig erhöhten Volumina erhebliche Zusatzkosten in der Produktion, etwa durch Sonderschichten und erhöhte Ausschussraten. Diese Effekte wurden im Rahmen der Analyse der Rentabilität und operativen Effizienz erstmals transparent gemacht.

Besonders aufschlussreich war die Betrachtung der Rüst- und Reinigungszeiten zwischen den Produktwechseln. Da es sich um frische Lebensmittel handelte, waren strenge Hygienevorschriften einzuhalten, was umfangreiche Reinigungsprozesse erforderte. Team Radner stellte fest, dass die Reihenfolge der Produktion häufig ungünstig geplant war, sodass besonders aufwendige Reinigungen mehrfach pro Tag anfielen. Durch eine Umstrukturierung der Produktionsreihenfolge konnten diese Zeiten deutlich reduziert werden, ohne Kompromisse bei der Lebensmittelsicherheit einzugehen.

Ein weiterer Fokus lag auf der Ausschuss- und Rücklaufanalyse. Das Unternehmen hatte mit hohen Rückläufern aus dem Handel zu kämpfen, vor allem bei Produkten mit kurzer Restlaufzeit. Team Radner untersuchte die Ursachen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Absatzplanung über die Produktionsplanung bis zur Logistik. Die Analyse zeigte, dass Prognosen häufig zu optimistisch waren und Sicherheitszuschläge in der Produktion zu Übermengen führten. Gleichzeitig waren die Lieferzyklen zu starr, sodass Ware teilweise zu spät in den Märkten ankam.

Im Rahmen der Analyse der Rentabilität und operativen Effizienz entwickelte Team Radner ein neues Planungsmodell, das Absatzprognosen, Produktionskapazitäten und Haltbarkeitsdaten integrierte. Mithilfe statistischer Verfahren wurden Prognosegüten bewertet und verbessert. Zudem wurden flexible Produktionsfenster eingeführt, die es ermöglichten, kurzfristig auf veränderte Nachfrage zu reagieren. In der Logistik wurden Lieferfrequenzen und Tourenpläne angepasst, um Produkte mit kurzer Restlaufzeit gezielter zu steuern.

Auf Basis der neu gewonnenen Transparenz über die Produktprofitabilität schlug Team Radner eine Neustrukturierung der Produktpalette vor. Es zeigte sich, dass einige aufwendig verpackte Premiumprodukte trotz hoher Regalpräsenz kaum Gewinne abwarfen, während einfache Basisprodukte stabile und attraktive Margen erzielten. Gemeinsam mit Marketing und Vertrieb wurde ein Konzept entwickelt, das unrentable Varianten schrittweise auslistete und profitable Artikel stärker in den Fokus rückte. Gleichzeitig wurden neue Produkte entwickelt, die auf bestehenden Produktionsprozessen aufbauten und somit geringe zusätzliche Komplexität verursachten.

Ein wichtiger Bestandteil der Dienstleistung war auch die Betrachtung der Personaleinsatzplanung. Die Analyse ergab, dass Schichtpläne häufig nicht an die tatsächliche Auslastung angepasst waren, was zu Überstunden in Spitzenzeiten und Unterauslastung in ruhigeren Phasen führte. Team Radner erarbeitete ein flexibleres Schichtmodell, das auf Prognosedaten und saisonalen Mustern basierte. Ergänzend wurden Qualifikationsmatrizen erstellt, um Mitarbeitende gezielt an mehreren Linien einsetzen zu können. Dadurch stieg die operative Flexibilität im Werk deutlich.

Um die Umsetzung der Maßnahmen zu unterstützen, entwickelte Team Radner ein Dashboard, das zentrale Kennzahlen zur Rentabilität und Effizienz in Echtzeit visualisierte. Dazu gehörten Deckungsbeiträge pro Produkt, Ausschussquoten, OEE-Werte der Linien, Rücklaufmengen und Abschriften. Dieses Dashboard wurde in regelmäßigen Meetings genutzt, um Abweichungen zu diskutieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Transparenz führte dazu, dass Führungskräfte und Mitarbeitende Zusammenhänge besser verstanden und Entscheidungen stärker datenbasiert trafen.

Die finanziellen Ergebnisse der Analyse der Rentabilität und operativen Effizienz waren deutlich. Innerhalb von zwölf Monaten konnte die durchschnittliche Marge pro verkaufter Einheit um 1,8 Prozentpunkte gesteigert werden. Die Abschriften durch Verderb sanken um rund 30 Prozent, vor allem durch verbesserte Planung und gezieltere Logistik. Gleichzeitig reduzierten sich die Rüst- und Reinigungszeiten um etwa 15 Prozent, was zusätzliche Kapazitäten für profitable Produkte freisetzte. Diese Effekte wirkten sich direkt auf den Cashflow und die Stabilität des Unternehmens aus.

Neben den quantitativen Verbesserungen veränderte sich auch die interne Steuerungslogik des Lebensmittelherstellers. Entscheidungen über Neuprodukte, Aktionen und Listungen wurden nicht mehr primär aus Marketinggesichtspunkten getroffen, sondern konsequent mit Rentabilitätsanalysen hinterlegt. Die enge Verzahnung von Vertrieb, Produktion und Logistik, die im Rahmen der Dienstleistung aufgebaut wurde, reduzierte Reibungsverluste und Missverständnisse. Team Radner moderierte in der Anfangsphase diese bereichsübergreifenden Abstimmungen, bis sich stabile Routinen etabliert hatten.

Besonders positiv wirkte sich die neue Transparenz auf die Zusammenarbeit mit dem Handel aus. Der Lebensmittelhersteller konnte nun belastbare Daten zu Kostenstrukturen, Lieferfähigkeit und Margen vorlegen und damit Verhandlungen über Konditionen und Aktionen auf eine sachliche Basis stellen. In einigen Fällen gelang es, unprofitable Aktionen zu vermeiden oder Konditionen anzupassen, ohne die Regalpräsenz zu verlieren. Die Analyse der Rentabilität und operativen Effizienz wurde so zu einem Instrument, das nicht nur intern, sondern auch extern die Verhandlungsposition stärkte.

Im Ergebnis entstand ein deutlich fokussierteres Geschäftsmodell. Die Produktpalette wurde gestrafft, Prozesse wurden stabiler und besser planbar, und die Organisation lernte, Rentabilität und Effizienz systematisch zu steuern. Team Radner begleitete den Lebensmittelhersteller über mehrere Planungszyklen hinweg, um die neuen Instrumente zu verankern und weiterzuentwickeln. Die Kombination aus detaillierter Kosten- und Prozessanalyse, gezielter Maßnahmenentwicklung und konsequenter Umsetzung erwies sich als entscheidender Hebel, um das Unternehmen wieder auf einen profitablen Wachstumspfad zu führen.

Die Erfahrung aus diesem Projekt zeigt, dass gerade in der Lebensmittelindustrie mit ihren engen Margen und hohen Anforderungen an Frische und Qualität eine integrierte Betrachtung von Rentabilität und operativer Effizienz unverzichtbar ist. Die Dienstleistung Analyse der Rentabilität und operativen Effizienz ermöglichte es dem Hersteller, verborgene Potenziale zu heben und gleichzeitig Risiken zu reduzieren. Damit wurde nicht nur die aktuelle Ertragslage verbessert, sondern auch die Grundlage für zukünftige Innovationen und Markterweiterungen gelegt.

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