



Ein schnell wachsender IT-Dienstleister mit mehreren Standorten in einer Metropolregion stand vor einer grundlegenden Weichenstellung. Die bisherigen Büroflächen waren über verschiedene Gebäude verteilt, teils in älteren Beständen, teils in kurzfristig angemieteten Übergangslösungen. Mit zunehmender Mitarbeiterzahl, internationaler Kundschaft und neuen Arbeitsmodellen entstand der Wunsch nach einem zentralen, repräsentativen Headquarter. Gleichzeitig hatte die Pandemie gezeigt, dass Remote- und Hybridarbeit dauerhaft an Bedeutung gewinnen würden. In dieser komplexen Ausgangslage wurde eine umfassende Beratung im Bereich Unternehmensimmobilien beauftragt.
Team Radner begann mit einer detaillierten Analyse der aktuellen und zukünftigen Flächenbedarfe. Es wurden Daten zu Mitarbeiterzahlen, Teamstrukturen, Projektorganisation und Homeoffice-Quoten erhoben. Workshops mit Führungskräften und Mitarbeitenden halfen, Präferenzen und Anforderungen an die künftige Arbeitsumgebung zu verstehen. Schnell wurde klar, dass klassische Zellenbüros oder starre Großraumbüros nicht mehr zeitgemäß waren. Stattdessen wurden flexible Flächenkonzepte, Projektzonen und Rückzugsbereiche gewünscht.
Parallel dazu untersuchte Team Radner die wirtschaftliche Situation und Wachstumspläne des IT-Dienstleisters. Szenarien für unterschiedliche Expansionspfade wurden entwickelt, um den langfristigen Flächenbedarf abzuschätzen. Dabei wurden auch mögliche Akquisitionen, neue Geschäftsbereiche und internationale Kooperationen berücksichtigt. Diese strategische Bedarfsplanung bildete die Grundlage für alle weiteren Überlegungen zur Immobilienlösung. Ziel war es, eine Lösung zu finden, die sowohl kurzfristig passt als auch langfristig skalierbar bleibt.
Auf Basis dieser Analysen entwickelte Team Radner drei Hauptszenarien: Anmietung eines bestehenden Bürogebäudes, Beteiligung an einem Projektentwicklungsvorhaben oder Realisierung eines eigenen Neubaus auf einem zu erwerbenden Grundstück. Jedes Szenario wurde hinsichtlich Investitionsbedarf, Flexibilität, Zeitrahmen, Bilanzwirkung und Arbeitgeberattraktivität bewertet. Die Ergebnisse wurden in einem Entscheidungsmodell zusammengeführt, das der Geschäftsführung half, die Vor- und Nachteile transparent abzuwägen.
Im Szenario „Bestandsanmietung“ identifizierte Team Radner mehrere moderne Bürogebäude, die kurzfristig verfügbar waren. Diese Objekte boten eine gute technische Ausstattung, zentrale Lagen und teilweise bereits flexible Grundrisse. Allerdings waren die Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung begrenzt, und die Mietverträge sahen teilweise lange Laufzeiten mit eingeschränkten Anpassungsoptionen vor. Im Szenario „Projektentwicklung“ ergaben sich Chancen, Flächen von Beginn an auf die Bedürfnisse des IT-Dienstleisters zuzuschneiden, jedoch mit längerer Realisierungszeit.
Das Szenario „Eigener Neubau“ versprach maximale Gestaltungsfreiheit und die Möglichkeit, ein starkes architektonisches Statement zu setzen. Gleichzeitig waren hier die Investitionskosten und Risiken am höchsten. Fragen der Finanzierung, Bilanzierung und langfristigen Werthaltigkeit mussten sorgfältig geprüft werden. Team Radner arbeitete eng mit dem Finanzbereich des Unternehmens zusammen, um Cashflow-Effekte, Eigenkapitalbindung und mögliche Förderprogramme zu analysieren. So entstand ein klares Bild, welche finanziellen Spielräume realistisch waren.
Ein zentraler Aspekt der umfassenden Beratung im Bereich Unternehmensimmobilien war die Definition eines zukunftsfähigen Workplace-Konzepts. Gemeinsam mit HR, IT und ausgewählten Fachbereichen entwickelte Team Radner ein Flächenmodell, das unterschiedliche Arbeitsmodi unterstützt: konzentriertes Arbeiten, kollaborative Projektarbeit, informeller Austausch und hybride Meetings. Die Anzahl klassischer Schreibtischplätze wurde bewusst reduziert, während Meetingräume, Kreativzonen und Social Areas ausgebaut wurden. Dieses Konzept wurde in Flächenkennzahlen übersetzt, die für alle Szenarien anwendbar waren.
Parallel dazu wurden ESG- und Nachhaltigkeitsanforderungen definiert. Der IT-Dienstleister hatte sich ambitionierte Klimaziele gesetzt und wollte diese auch im neuen Headquarter sichtbar machen. Team Radner entwickelte ein Kriterienraster, das Energieeffizienz, Materialwahl, Mobilitätskonzepte und Zertifizierungen wie LEED oder DGNB umfasste. Diese Anforderungen flossen in die Bewertung von Bestandsgebäuden ebenso ein wie in Gespräche mit Projektentwicklern und potenziellen Grundstücksverkäufern.
Nach intensiven Diskussionen entschied sich die Geschäftsführung für ein Hybridmodell: Anmietung von Flächen in einem hochwertigen Neubauprojekt mit der Option, zusätzliche Flächen in späteren Bauabschnitten zu übernehmen. Team Radner übernahm die Rolle des zentralen Ansprechpartners gegenüber dem Projektentwickler. Es wurden Ausbauanforderungen, Flächenzuschnitte und technische Spezifikationen detailliert abgestimmt. Gleichzeitig wurden Mietvertragskonditionen verhandelt, die Flexibilität bei Flächenerweiterungen und -reduktionen sicherstellten.
Ein wichtiger Schritt war die Übersetzung des Workplace-Konzepts in konkrete Grundrisse. Team Radner arbeitete mit Innenarchitekten und Change-Management-Experten zusammen, um Zonen für unterschiedliche Nutzungen zu definieren. Es entstanden Bereiche für fokussiertes Arbeiten, offene Projektflächen, Meetingräume mit moderner Videotechnik und großzügige Kommunikationszonen. Die nutzerzentrierte Flächengestaltung stellte sicher, dass die Mitarbeitenden die neue Arbeitsumgebung als Unterstützung und nicht als Einschränkung erlebten.
Parallel zur baulichen Planung wurde ein umfassendes Mobilitätskonzept entwickelt. Der Standort des neuen Headquarters sollte gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein und gleichzeitig Angebote für Fahrradpendler und E-Mobilität bieten. Team Radner stimmte sich mit der Stadtverwaltung und dem Projektentwickler ab, um ausreichend Fahrradstellplätze, Ladeinfrastruktur und Carsharing-Optionen zu integrieren. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens zu unterstützen und den Standort für Mitarbeitende attraktiv zu machen.
Während der Bau- und Ausbauphase begleitete Team Radner das Projekt mit einem strukturierten Controlling. Kosten, Termine und Qualitäten wurden regelmäßig überprüft und mit den ursprünglichen Planungen abgeglichen. Abweichungen wurden frühzeitig identifiziert und mit geeigneten Maßnahmen adressiert. Durch diese vorausschauende Steuerung konnten größere Verzögerungen vermieden und Budgetüberschreitungen begrenzt werden. Die Geschäftsführung erhielt regelmäßige Statusberichte mit klaren Ampelindikatoren.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war das begleitende Change Management. Der Umzug in ein neues Headquarter mit veränderten Arbeitsformen bedeutete für viele Mitarbeitende einen tiefgreifenden Wandel. Team Radner unterstützte das interne Projektteam bei der Konzeption von Informationsformaten, Pilotflächen und Beteiligungsmöglichkeiten. Mitarbeitende konnten Testbereiche ausprobieren, Feedback geben und an der Ausgestaltung von Regeln für die Nutzung von Shared Desks und Meetingräumen mitwirken. Dadurch entstand ein hohes Maß an Akzeptanz für die neue Arbeitswelt.
Mit der Fertigstellung des Headquarters begann die Phase des Einzugs und der Inbetriebnahme. Team Radner koordinierte die Umzugslogistik, die Einrichtung der Flächen und die Abstimmung mit IT-Dienstleistern. Besondere Aufmerksamkeit galt der Funktionsfähigkeit der hybriden Meeting-Infrastruktur, da viele Teams international verteilt arbeiteten. Durch sorgfältige Tests und Schulungen konnten technische Probleme minimiert und ein reibungsloser Start gewährleistet werden.
Nach einigen Monaten im neuen Headquarter wurden erste Effekte messbar. Die Mitarbeitenden berichteten von verbesserter Zusammenarbeit, kürzeren Abstimmungswegen und einer höheren Identifikation mit dem Unternehmen. Die Flächenauslastung zeigte, dass das flexible Konzept funktionierte und ausreichend Kapazitäten für Spitzenzeiten bot. Gleichzeitig konnten Flächen im alten Bestand aufgegeben werden, was zu einer Reduktion der Gesamtmietkosten führte. Die umfassende Beratung im Bereich Unternehmensimmobilien hatte damit sowohl qualitative als auch quantitative Ziele erreicht.
Auch nach dem Einzug blieb Team Radner als Sparringspartner aktiv. Es wurden regelmäßige Reviews zur Flächennutzung, Mitarbeiterzufriedenheit und technischen Performance durchgeführt. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden kleinere Anpassungen an Grundrissen, Möblierung und Belegungsregeln vorgenommen. Diese iterative Optimierung stellte sicher, dass das Headquarter nicht als starres Projekt, sondern als lebendiges System verstanden wurde, das sich an veränderte Bedürfnisse anpassen kann.
In der Außenwirkung stärkte das neue Headquarter die Position des IT-Dienstleisters als moderner, attraktiver Arbeitgeber. Kunden und Partner nahmen die Räumlichkeiten als Ausdruck von Innovationskraft und Professionalität wahr. Die ESG-orientierte Gebäudeausstattung und das Mobilitätskonzept unterstützten zudem die Nachhaltigkeitskommunikation des Unternehmens. Die Immobilienstrategie wurde so zu einem integralen Bestandteil der Marken- und Unternehmensstrategie.
Langfristig profitiert der IT-Dienstleister von der geschaffenen Flexibilität. Die vertraglich gesicherten Erweiterungsoptionen ermöglichen es, auf Wachstum oder Marktveränderungen zu reagieren, ohne erneut eine grundlegende Standortentscheidung treffen zu müssen. Die klar definierten Prozesse für Flächenplanung, Entscheidungsfindung und Projektsteuerung können auf zukünftige Standorte übertragen werden. Damit hat die umfassende Beratung im Bereich Unternehmensimmobilien nicht nur ein einzelnes Projekt zum Erfolg geführt, sondern Strukturen geschaffen, die das Unternehmen dauerhaft stärken.
Die Entscheidung für ein neues Headquarter erwies sich als Katalysator für eine umfassende Modernisierung der Arbeitswelt des IT-Dienstleisters. Durch die Verbindung von strategischer Analyse, nutzerzentriertem Design und professioneller Umsetzung entstand ein Standort, der Produktivität, Innovation und Arbeitgeberattraktivität gleichermaßen fördert. Immobilien wurden damit nicht nur als Hülle, sondern als aktiver Gestaltungsraum für die Zukunft des Unternehmens verstanden.
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