Wie ein Lebensmittelhersteller seine Lieferkette klimafit machte

In der Lebensmittelbranche verschieben sich Kundenerwartungen rasant: Handelspartner verlangen belastbare Klimadaten, Konsumenten achten auf CO₂-Angaben auf Verpackungen, und Investoren prüfen Nachhaltigkeitsstrategien kritisch. Ein großer Hersteller von verarbeiteten Lebensmitteln stand genau an diesem Punkt. Die Geschäftsführung erkannte, dass ohne professionelles CO₂-Fußabdruck-Management Marktanteile und Markenvertrauen gefährdet waren. Deshalb wurde Team Radner beauftragt, Emissionen systematisch zu erfassen, zu steuern und zu reduzieren - von der Landwirtschaft bis zum Supermarktregal.

Der Einstieg in das Projekt begann bewusst nicht mit Technik, sondern mit einem strategischen Workshop. Team Radner moderierte eine Runde mit Vertretern aus Einkauf, Produktion, Logistik, Marketing und Nachhaltigkeit. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis für Klimarisiken und -chancen zu schaffen. In dieser Runde wurden die wichtigsten Produktgruppen identifiziert, die für Umsatz, Markenbild und Emissionen besonders relevant waren. Gleichzeitig wurden Erwartungen großer Handelspartner gesammelt, die bereits konkrete CO₂-Reduktionsziele entlang der Lieferkette formuliert hatten.

Auf dieser Grundlage definierte Team Radner den Projektumfang und legte fest, welche Standorte, Produktlinien und Lieferanten zunächst in den Fokus rücken sollten. Die Entscheidung fiel auf drei Kernprodukte, die in großen Mengen produziert und europaweit vertrieben wurden. Für diese Produkte sollte ein vollständiger Produkt-CO₂-Fußabdruck erstellt werden. Das bedeutete, dass nicht nur die eigenen Werke, sondern auch landwirtschaftliche Vorstufen, Verpackungen, Transport und Kühlung berücksichtigt werden mussten. Damit war klar, dass das Projekt weit über die Werkstore hinausreichen würde.

Im nächsten Schritt begann die Datenerhebung entlang der Lieferkette. Team Radner entwickelte Fragebögen und Datenanforderungen für landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeiter und Logistikdienstleister. Gleichzeitig wurden interne Datenquellen analysiert: Energieverbräuche in den Werken, Materialeinsätze, Ausschussquoten und Transportströme. Die Herausforderung bestand darin, heterogene Daten in ein konsistentes Format zu überführen. Durch klare Vorgaben und begleitende Gespräche mit Lieferanten gelang es, eine belastbare Datengrundlage aufzubauen.

Mit diesen Daten erstellte Team Radner ein detailliertes Emissionsmodell für die ausgewählten Produkte. Jede Prozessstufe erhielt spezifische Emissionsfaktoren, die mit den gemessenen Mengen verknüpft wurden. So entstand ein transparentes Bild, welche Anteile der Emissionen auf Landwirtschaft, Verarbeitung, Verpackung, Logistik und Kühlung entfielen. Überraschend für das Management war, dass ein erheblicher Teil der Emissionen bereits in der landwirtschaftlichen Produktion entstand. Gleichzeitig zeigte sich, dass Verpackungsmaterialien und gekühlte Transporte ebenfalls bedeutende Beiträge leisteten.

Diese Erkenntnisse führten zu einer Neuausrichtung der Prioritäten. Team Radner entwickelte gemeinsam mit dem Einkauf ein Programm zur Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben. Ziel war es, Emissionen durch optimierte Düngestrategien, verbesserte Bodenbewirtschaftung und angepasste Fruchtfolgen zu senken. Dazu wurden Schulungen organisiert, in denen Landwirte über Klimawirkungen verschiedener Praktiken informiert wurden. Gleichzeitig wurden Anreizmodelle entwickelt, die klimafreundliche Bewirtschaftung honorierten. So entstand eine Partnerschaft, die ökologische und wirtschaftliche Interessen verband.

Parallel dazu nahm Team Radner die Produktionswerke unter die Lupe. In Energieaudits wurden Wärme- und Kälteerzeugung, Prozessdampf, Druckluft und Beleuchtung analysiert. Es zeigte sich, dass insbesondere veraltete Kälteanlagen hohe Stromverbräuche verursachten. Durch den Austausch ineffizienter Aggregate, die Optimierung von Temperaturprofilen und die Einführung eines Lastmanagements konnten signifikante Einsparungen erzielt werden. Zusätzlich wurden Wärmerückgewinnungssysteme installiert, um Prozessabwärme für Reinigungs- und Vorwärmprozesse zu nutzen.

Ein weiterer Hebel lag in der Verpackungsgestaltung. Team Radner arbeitete mit der Verpackungsentwicklung zusammen, um Materialeinsatz und Emissionsintensität zu reduzieren. Es wurden alternative Materialien geprüft, die bei gleicher Produktsicherheit einen geringeren CO₂-Fußabdruck aufwiesen. Gleichzeitig wurden Verpackungsgrößen und -dicken optimiert, um Material zu sparen. Diese Änderungen mussten sorgfältig getestet werden, um Haltbarkeit, Produktschutz und Kundenakzeptanz sicherzustellen. Am Ende konnten mehrere Produktlinien auf leichtere und emissionsärmere Verpackungen umgestellt werden.

Die Logistik wurde ebenfalls umfassend analysiert. Team Radner kartierte Transportwege, Auslastungsgrade und Temperaturanforderungen. Es stellte sich heraus, dass viele Lkw nicht optimal ausgelastet waren und Rückfahrten häufig leer erfolgten. Durch eine Neuplanung der Routen, die Bündelung von Lieferungen und die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern konnten Auslastungen verbessert werden. Zudem wurden erste Pilotprojekte mit alternativen Antrieben und Biokraftstoffen gestartet. Diese Maßnahmen reduzierten nicht nur Emissionen, sondern senkten auch die Transportkosten.

Ein zentrales Element der Dienstleistung war die Entwicklung eines CO₂-Dashboards. Team Radner implementierte ein System, das Emissionen pro Produkt, Standort und Prozessschritt visualisierte. Verantwortliche in Einkauf, Produktion und Logistik erhielten Zugriff auf relevante Kennzahlen und konnten Entwicklungen in Echtzeit verfolgen. Das Dashboard zeigte nicht nur absolute Emissionen, sondern auch spezifische Werte pro Tonne Produkt. Dadurch wurden Fortschritte sichtbar und Vergleiche zwischen Standorten möglich. Dieses Instrument wurde schnell zu einem wichtigen Bestandteil der operativen Steuerung.

Auf Basis der gewonnenen Transparenz definierte Team Radner gemeinsam mit dem Management verbindliche Reduktionsziele. Diese Ziele wurden auf die Bereiche Landwirtschaft, Produktion, Verpackung und Logistik heruntergebrochen. Für jede Einheit wurden konkrete Maßnahmenpakete, Zeitpläne und Verantwortlichkeiten festgelegt. Gleichzeitig wurden die Ziele in variable Vergütungssysteme integriert, um Anreize für deren Erreichung zu schaffen. So wurde sichergestellt, dass Klimathemen nicht nur auf strategischer Ebene, sondern auch im Tagesgeschäft verankert waren.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor war die Kommunikation nach außen. Team Radner unterstützte das Unternehmen dabei, die Ergebnisse des CO₂-Managements in Nachhaltigkeitsberichten, auf Produktverpackungen und in Gesprächen mit Handelspartnern darzustellen. Dabei wurde Wert auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit gelegt. Anstatt vager Versprechen wurden konkrete Kennzahlen und Maßnahmen kommuniziert. Dies stärkte das Vertrauen von Kunden und Partnern und unterschied die Marke von Wettbewerbern, die weniger detaillierte Angaben machten.

Nach drei Jahren zeigte die Bilanz deutliche Fortschritte. Die produktbezogenen Emissionen der Kernprodukte konnten spürbar reduziert werden, ohne dass Qualität oder Verfügbarkeit litten. In der Landwirtschaft wurden emissionsärmere Praktiken etabliert, die gleichzeitig Bodenfruchtbarkeit und Ertrag stabilisierten. In den Werken sanken Energieverbräuche und Betriebskosten, während moderne Anlagen die Ausfallsicherheit erhöhten. Die Logistik profitierte von effizienteren Routen und besserer Auslastung, was sich direkt in geringeren Transportkosten niederschlug.

Die positiven Effekte reichten bis in den Handel. Große Einzelhandelsketten honorierten die transparente Klimastrategie mit langfristigen Listungen und gemeinsamen Kommunikationskampagnen. Produkte mit ausgewiesen reduziertem CO₂-Fußabdruck erhielten bevorzugte Platzierungen in Regalen und Online-Shops. Team Radner unterstützte das Unternehmen dabei, diese Vorteile in Verhandlungen gezielt zu nutzen. So wurde aus der Reduktion des CO₂-Fußabdrucks ein klarer Marktvorteil, der sich in Umsatz und Markenstärke widerspiegelte.

Gleichzeitig war das Unternehmen besser auf zukünftige Regulierungen vorbereitet. Durch das etablierte Emissionsmonitoring konnten neue Berichtspflichten schnell erfüllt werden. Team Radner hatte Prozesse und Datenstrukturen so gestaltet, dass zusätzliche Anforderungen ohne grundlegende Umstellungen integriert werden konnten. Dies reduzierte den administrativen Aufwand und minimierte das Risiko von Fehlern in Berichten. Die Organisation gewann Sicherheit im Umgang mit komplexen Klimavorgaben und konnte proaktiv auf neue Entwicklungen reagieren.

In der Rückschau zeigte sich, dass die Dienstleistung weit mehr bewirkte als nur technische Optimierungen. Das Unternehmen entwickelte ein neues Verständnis seiner Rolle in der Lieferkette. Klimaschutz wurde nicht als Belastung, sondern als Gestaltungsaufgabe begriffen. Die Zusammenarbeit mit Landwirten, Logistikern und Handelspartnern erhielt eine neue Qualität, weil gemeinsame Klimaziele verfolgt wurden. Team Radner hatte mit dem strukturierten CO₂-Management einen Rahmen geschaffen, in dem ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg zusammenfanden.

Für die Lebensmittelbranche macht dieser Fall deutlich, wie wichtig ein integrierter Blick auf die gesamte Wertschöpfung ist. Die Kombination aus Lieferkettenanalyse, Effizienzsteigerung, Verpackungsoptimierung und transparenter Kommunikation führte zu messbaren Emissionsreduktionen und einem gestärkten Markenprofil. Die Erfahrung zeigt, dass professionelles Management von CO₂-Emissionen nicht nur auf regulatorischen Druck reagiert, sondern aktiv neue Marktchancen eröffnet. Team Radner konnte mit dieser Dienstleistung die Weichen für eine klimafitte und zugleich wirtschaftlich robuste Lebensmittelproduktion stellen.

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